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Nathalie Dimic

Nathalie Dimic – sie verstärkt als wissenschaftliche Hilfskraft das Museumsteam

Wer hätte nicht gerne ab und zu eine Hilfkraft an seiner Seit? Für alle, die sich schon einmal gefragt haben, was eine wissenschaftliche Hilfskraft in einer Textilfabrik zu tun hat, ist Nathilie Dimics Bericht über ihre Aufgaben im Museum genau das Richtige. Seit ziemlich genau einem Jahr arbeitet sie jetzt in der Textilfabrik und gibt hier Einblicke in die vielfältigen Arbeitsfelder im Museum.

Es ist nicht meine erste Berührung mit dem LVR-Industriemuseum in Ratingen, bereits im Kontext des Forschungs- und Ausstellungsprojektes „Glanz und Grauen“ lernte ich das Museum und die Mitarbeitenden kennen und konzipierte 2011/2012 die Ausstellungseinheit zur Kostümbildnerin Ilse Naumann.

Nach dem Studium der Kunst- und Religionsgeschichte in Marburg und ersten praktischen Erfahrung durch Praktika, u. a. im Schloss und Park Benrath und Reykjavík Museum of Photography in Island, absolvierte ich das Weiterbildungsstudium „Kuratorisches Wissen und Kunstpublizistik“ in Bochum. Daneben habe ich am Seminar für Kulturanthropologie des Textilen der Technische Universität Dortmund mit meinem Dissertationsprojekt begonnen. Unter dem Titel „Beruf, Blick und Bild. Eine Professionsgeschichte der Fotografin“ untersuche ich die Berufswege früher Fotografinnen. Mein Ausgangspunkt ist die 1890 eröffnete Photographische Lehranstalt am Berliner Lette-Verein, die sich bald zu einer „den Frauen gewidmeten Musteranstalt für Photographie“ (Schultz-Hencke 1901) entwickelte.

Obgleich mich mein beruflicher Weg zunächst an die Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf führte, wo ich für die Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig war, sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin ans Seminar für Kulturanthropologie des Textilen an der Technischen Universität Dortmund, blieb ich Cromford verbunden und half über die Jahre immer wieder bei großen Veranstaltungen wie dem Kinderfest mit.

Ich freue mich sehr, durch meine gegenwärtige Stelle in Cromford ganz praktische Einblicke in die museale Arbeit zu gewinnen und auch inhaltlich an den Ausstellungen und Veranstaltungen mitzuarbeiten. Bei unserer aktuellen Ausstellung „Mode 68“ war ich beispielsweise für die Sonderdatenbank zuständig und habe dafür alle 646 Exponate aufgenommen und beschrieben. Auch abseits der Sonderausstellungen beschäftige ich mich mit der musealen Sammlung, denn uns erreichen immer wieder Objekte, die geprüft, beschrieben und aufgenommen werden müssen. Da der Platz in unserem zentralen Sammlungsdepot im Peter-Behrens-Bau in Oberhausen allerdings nicht unendlich und die Bewahrung der Objekte aufwendig ist, müssen wir bei jedem Neuzugang gründlich abwägen, ob er aufgenommen werden kann.

Aktuell sind wir dabei die nächste Sonderausstellung zu planen, die das spannungsvolle Verhältnis von Mensch, Tier und Mode beleuchtet – ein gleichermaßen faszinierendes wie gruselndes Thema, welches bisher nur punktuell bearbeitet wurde. Ich bin gespannt, welche Objekte wir für die Ausstellung zusammentragen werden und welche Geschichten sie erzählen.

Nathalie Dimic