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Events in der Textilfabrik

Ob Vortrag, Konzert oder geselliges Beisammensein, die Events in der Textilfabrik umgibt stets ein besonderes Flair.

Das gilt natürlich für das stimmungsvolle Adventskonzert im Gartensaal, aber auch Vortragende sind beeindruckt von der Atmosphäre des Hauses – wie z.B. die Ministerin für Kultur und Wissenschaft in NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen, beim Besuch im November 2018.

Die Stimmung bei den Veranstaltungen im Museum haben Dr. Annette Koewius, Prof. Dr. Dr. Uwe Fitzner und Friedrich H. Voßen eingefangen.


Vortrag Am Wasserrad: "Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen Kunst, Kultur, Kreativität

Die Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen stellte ihrem Vortrag zum Thema „Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen – Kunst, Kultur, Kreativität“ einen Rundgang voran, der sie durch das Herrenhaus und durch die gerade eröffnete Ausstellung „Mode 68“ in der Hohen Fabrik führte.

Sie zeigte sich beeindruckt zum einen von der gemütlich-eleganten Ausgestaltung der Herrenhaus-Räume und bewunderte dabei besonders den „Gartensaal“, siehe Foto.

Im Gartensaal des Herrenhauses: NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Mitte), begleitet von Dr. Walter Hauser, Claudia Gottfried, Dr. Annette Koewius und Wolfgang Küppers (von links n. rechts)


Zum anderen fand die Ministerin beim Rundgang durch die Ausstellung mehrfach lobende Worte für deren gelungene Konzeption, wobei ihr vor allem die farblich gut abgestimmten Hintergründe gefielen, welche die davor präsentierten Textilien dem Betrachter angenehm ins Auge fallen lassen.

Bei diesem Rundgang wurde sie begleitet von Guido Kohlenbach (Leiter des LVR-Fachbereichs Regionale Kulturarbeit), Dr. Walter Hauser (Direktor des LVR-Industrie-museums), Claudia Gottfried (Leiterin des Cromford-Museums), Wolfgang Küppers (Vorsitzender des Fördervereins) und Dr. Annette Koewius (stellv. Vorsitzende), welche die Einladung an die Ministerin arrangiert hatte.

Im Verlauf ihres Vortrags gab Frau Pfeiffer-Poensgen einen tiefen Einblick in ihr Tätigkeitsfeld, insbesondere in ihre persönlichen Prioritäten; so u.a.:

- Erhöhung des Kulturetats um mehr als 300 Millionen EUR; dies als Signal angesichts des Stellenwerts, den Kultureinrichtungen in NRW in Hinblick auf deren hohen Dichte und ihres hohen Qualitätsstandards genießen

- Förderung nicht nur der großstädtischen Zentren sondern auch der Potenziale in den weniger dicht besiedelten Gebieten

- Stabilität und damit Planungssicherheit für Kultureinrichtungen jeder Art

- Förderung auch der sog. „freien Szene“

- Förderung der allgemeinen kulturellen Bildung

- Kunst am Bau einschließlich deren Restaurierung im Sinne von Erhaltung des kulturellen Erbes; beides aber auch im Bestreben nach Künstlerförderung

- Aufgreifen und Verwendung von Bürger-Schenkungen

- Unterstützung der Forschungen in Kunstsammlungen

In ihrem Schlusswort unterstrich die Ministerin, dass Kultur nicht als „freiwillige Aufgabe“ der Kommunen oder des Landes anzusehen ist, sondern vielmehr als wesentlicher Bestandteil unseres Lebens überhaupt aufgefasst werden sollte.

Nach dem Vortrag fand eine sehr lebhafte Diskussion statt, an der viele der mehr als 50 Zuhörer beteiligt waren. Somit konnten alle Anwesenden auf einen interessanten und anregenden Abend zurückblicken.

Dr. Annette Koewius

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Konzert zum Jahresabschluss: Tradition im Advent

Am Sonntag, dem 09.12.2018, begrüßten Claudia Gottfried und Wolfgang Küppers (Bild rechts) zum neunten Mal zu einem Adventskonzert im stilvollen Ambiente des Gartensaals im Herrenhaus. Eine wunderbare Einstimmung auf die Weihnachtszeit nur für Gäste, die frühzeitig eine Einladungskarte bestellt hatten, denn wie immer war dieses kleine, feine Konzert sofort ausverkauft. Stand in den vergangenen Jahren das Tafelklavier aus dem Museum im Mittelpunkt der Veranstaltungen, wurde dieses Mal ein Konzert des Gitarren-Duos „GolzDanilov“ geboten. Damit umging man frühere Schwierigkeiten im Zusammenspiel mit anderen Musikern, denn das Tafelklavier ist in seiner Stimmung erheblich tiefer als der heutige Standard.

Und das Gitarren-Duo (Golz/Danilov Bild links)überzeugte das Publikum im Gartensaal auch ohne Tafelklavier. Kein Wunder angesichts des Werdegangs der beiden Musiker: Ivan Danilov kam mit drei Jahren aus Russland nach Deutschland, wo er Klavier und mit neun Jahren das Gitarrenspiel an der Clara Schumann-Musikschule erlernte. Als er 15 Jahre alt war, empfahl ihn seine Lehrerin zum Jung-Studium nach Wuppertal. Sören Alexander Golz gewann bei einem Tag der offenen Tür in der Langenfelder Musikschule eine Gitarre. Es folgte mit acht Jahren der Unterricht am Instrument. Mit 14 Jahren wurde er zur Musik-Hochschule empfohlen. Während des Musik-Studiums spielten sie zunächst in einem Quartett, aus dem später das Duo „GolzDanilov“ hervorging. „GolzDanilov“ gewannen erste Preise bei „Jugend musiziert“ auf Bundesebene und weitere erste Preise bei dem weltweit bedeutenden Jugendwettbewerb „Andrés Segovia“, beim Barmenia-Wettbewerb für Studierende in NRW und beim internationalen Wettbewerb für Gitarren-Duos in Liechtenstein. Hinzu kamen zuletzt der Förderpreis NRW, der besagt, dass das Duo ein kultureller Hoffnungsträger des Landes ist.

Die künstlerische Entwicklung der beiden Gitarristen wurde durch die Zusammenarbeit mit Sinfonie-Orchestern (und u.a. Duisburger Philharmoniker) sowie renommierten Künstlern, u. a. Sérgio & Odaer Assad und Pepe Romero, bereichert. Hinzugekommen sind inzwischen Konzert-Engagements in Ecuador, Frankreich, Belgien und der Schweiz. 2017 veröffentlichte das Duo schließlich seine erste CD. Kostproben ihres Könnens konnten die Besucher im Gartensaal live erleben. Das Programm am 9.12.2018 begann mit einer barocken Einleitung. Im Anschluss folgte eine Sonate von Josef Haydn, Kompositionen von Egberto Gismonti und Isaac Albéniz sowie Choräle von Johann Sebastian Bach. Nach der Pause standen Antonio Vivaldi und Enrique Granados auf dem Programm. Den Abschluss bildete die Tango-Suite von Asto Piazolla. 


Publikum und Musiker während der Begrüßung durch Claudia Gottfried und Wolfgang Küppers.


Das Programm präsentierte eine enorme Vielfalt, beginnend mit dem Barock bis in die heutige Zeit hinein. In allen Bereichen zeigten beide Interpreten eine ungewöhnliche Virtuosität und Musikalität, angereichert mit einer charmanten Moderation durch die beiden Musiker. Der außergewöhnliche Ort im Gartensaal erwies sich als besonders gutes Ambiente für derartige Musik. Gerade der warme Klang der Gitarren passte sich harmonisch ein. Es war ganz klar, dass dieses besondere und begeisternde Gitarren-Duo noch eine Zugabe präsentieren musste. Hierzu wurde noch eine Komposition von Sérgio Assad ausgewählt. Insgesamt gesehen hat das Konzert gezeigt, dass die Musik im Gartensaal nicht unbedingt mit einem Klavier des Museums dargeboten werden muss. Hausmusik kann auch mit anderen Instrumenten zu einer schönen, vorweihnachtlichen Stimmung beitragen. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft wieder derartig außergewöhnliche, junge Künstler gefunden werden können, um die Konzertreihe fortzusetzen.

Mit einem Dank an alle Mitglieder und Gäste, die das Motto des Vereins „Mit uns bleibt Geschichte lebendig“ so vielfältig unterstützen, und mit einem Dank für die ebenso intensive wie harmonische Zusammenarbeit von Förderverein und Museumsleitung konnten Claudia Gottfried und Wolfgang Küppers zum Konzert- und Jahresausklang auf ein sehr spannendes Jahr „Cromford“ zurückblicken.

Prof. Dr. Dr. Uwe Fitzner
 
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Karnevalsbesuch 2019: 24. Prinzenbesuch im Industriemuseum Cromford

Es hat inzwischen Tradition, dass das Prinzen- und das Kinderprinzenpaar gemeinsam das Industriemuseum Cromford besuchen. Seit über 20 Jahren werden die karnevalistischen Gäste von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Freunden und Förderern des Industriemuseums Cromford e.V. herzlich empfangen. In diesem Jahr besuchten am 12. Februar 2019 Prinz Thomas I. und Prinzessin Traudel I. sowie das Kinderprinzenpaar, Prinz Tom I. und Prinzessin Luisa I., mit ihren Schirmherren und Gefolge das Museum.

Kuratoriumsmitglied Friedrich H. Voßen zwischen den diesjährigen Prinzenpaaren.

Mit Freude nahm der Prinz seinen „Orden“, einen Wachsabdruck des alten Ratinger Schöffensiegels aus dem 16. Jahrhundert, entgegen. Nach weiteren Ordensverleihungen, Geschenken sowie dem traditionellen kleinen Imbiss nutzten viele Besucher die Gelegenheit, das Museum unter fachlicher Anleitung näher kennenzulernen.

Friedrich H. Voßen
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