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Sonderausstellung
„Glanz und Grauen. Mode im »Dritten Reich«“
9.3.2012 – 27.1.2013

Mit über 200 originalen Kleidungstücken und Accessoires zeigt die Ausstellung Mode und
Bekleidung zur Zeit des Nationalsozialismus:

Auf der einen Seite moderne Kleider im
raffinierten Schrägschnitt, die sich am Stil der internationalen Mode orientieren,
auf der anderen Seite einfache Alltagskleidung bis hin zu den dürftigen Kleidern aus
den letzten Kriegsjahren. Stoffe und Schuhe aus Ersatzmaterialien, Sporthemd und
Skihose, Schmuck, Modezeitschriften und -zeichnungen sowie eine große Zahl von
Zeitzeugen-Fotos vervollständigen das Bild der Mode und Bekleidung sowie des
Kleidungsverhaltens. War Kleidung Privatsache oder unterlag sie dem Einfluss des
NS-Regimes?
Kleidung war nicht nur Bestandteil nationalsozialistischer Wirtschaftpolitik mit ihren
Auswirkungen auf den Einzeln, sondern auch der Ideologie von „Volksgemeinschaft“, von
Integration und Ausgrenzung. Mit Reglementierungen versuchten die Nationalsozialisten,
Konsum und Umgang mit Kleidung zu steuern – bis ins Nähkästchen. Kleiderkarten und
Bezugsscheine, Spinnstoffsammlungen und nicht zuletzt eine Unzahl von Paketen der
Soldaten aus den besetzten Ländern, zum Beispiel mit einem Negligé aus Paris –
Kleidung im „Dritten Reich“ war alles andere als nur Mode.